KAPRIOLE

KAPRIOLE

WE ARE VISUAL

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KURATOREN DER KAPRIOLE
Felix Jung und
Marc Einsiedel

Konzept für WE ARE VISUAL:
oft beginnt ein konventioneller künstlerischer arbeitsweg mit einer idee
in irgendeiner beliebigen gedankenform. diese wird dann zu einem
konzept weiter entwickelt, es werden materialen gekauft,
das konzept umgesetzt, der idee gestalt verliehen.
die idee die wav verarbeitet befndet sich links neben der haustür,
ist vielleicht eine brachfäche am ende der stadt,
ein verwaistes gebäude um die ecke, kalte architektur in der neustadt,
der sperrmüllhaufen vom nachbarn oder
die vergessene baustelle vor dem nächsten leerstehenden büro.
beliebig, zufällig, oft unvorbereitet, gefunden…
warum?
in einem konkreten moment beinhalten diese orte für uns
die notwendigkeit der bearbeitung, veränderung, aneignung.
das bedürfnis der aneignung folgt aus der auseinandersetung mit dem
umfeld des ortes…
wir nehmen einen ort oder das vorgefundene material
in einer besonderheit war, die sich für uns aus einer
subjektiven aufälligkeit zu seinem umfeld ergibt.
wir versuchen in den ort einzutauchen, ihn zu erleben,
um dann mit dem prozess vom hinzufügen, zweckentfremdeten und
recyceln etwas auszuarbeiten mit dem wir in vergessenheit geratenene
missstände, aktuelle themen, störfaktoren, absurditäten,
kontraste manifestieren. die offenheit des produktes wird,
durch die vorhandene ortsgebundene problematik,
gelenkt; wird durch die stadt, ihre planung,
das jeweilig bestehende soziale umfeld und
manifestierte gesellschaftliche missstände eingeschränkt.
weder das material, der ort, die idee, noch das ergebnis
besitzen oder genießen irgendeinen artifziellen selbstzweck.
unsere arbeitssweise ist, dem ort und material entsprechend,
bewusst einfach und schlussfolgernd.
sie wird ermöglicht durch die verwertungsgeselschaft, durch müll,
ausgesondertes, scheinbar über füssiges.
unsere vorgehensweise ist unserer arbeitsweise entsprechend.
die gesellschaft ermöglicht uns konventionell
im öffentlichen raum zu arbeiten. wir können uns verhalten,
wie jede andere ungesehene servicekraft,
nur das wir das straßenbild nicht durch unsere tätigkeit täglich
reproduzieren… auffällig bleibt dabei einzig unsere hinterlassenschaft.
Unser anspruch an sie ist, dass sie den bewohnern einer stadt
subtile fragen stellt.
sie darf stören, sie darf auch erfreuen, auch verärgern.
defnitiv…
im besten fall begleitet sie als irgendetwas durch den tag,
weckt sogar aus dem alltag auf, inspiriert einen anderen blick
auf ihre sich stetig verändernde stadt.

Vitae

2012 Assistenz bei Lorenz Goldstein, Erarta Museum / St.Petersburg
2012 Assistenz bei Jan Köchermann, Galerie Mathias Günthner / Hamburg
2012 Assistenz bei Bernhard Frue, Galerie Mathias Günthner / Hamburg
2011 Assistenz bei Jens Gottschau / Hamburg

2012 ZAUN, Galerie Melike Bilir / Hamburg
2012 Symposium “Wirksamkeit der Intervention”, HFBK / Hamburg
2012 Experimental Urban Art Festival, Haus Bethanien / Berlin
2012 Kosmos Buenos Aires, Museum für Völkerkunde / Hamburg
2012 72 Hours Urban Action / Stuttgart
2012 Betriebsausflug Hamburg-Leipzig / Leipzig
2012 Urbane Begegnungen mit Klassik, Laiszhalle / Hamburg
2012 IKEA la solución, Mundo Dios / Buenos Aires
2011 Materialstudie, Gängeviertel / Hamburg
2011 Urban Revolution, Kreuzberg Pavillion / Berlin
2011 IBUG / Meerane
2011 Guten Tag, a word of art gallery / Kapstadt SA
2010 Altonaer Museum bleibt!, Altonaer Museum / Hamburg
2010 We are Skateboarders, Gängeviertel / Hamburg
2010 Lange Nacht der Museen, Galerie Loyal ARM / Kassel
2010 Reclaim Your City, Neurotitan Gallery / Berlin
2010 Stroke Art Fair / Berlin

.WAV on vimeo

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This entry was posted on January 10, 2013 by in KURATOREN DER KAPRIOLE.

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