KAPRIOLE

KAPRIOLE

Oliver Ross

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Das Hirn ist eine Dunkelkammer. Es gibt eine Neuro–Theorie, die folgende Hypothese aufstellt: Auf dem höchsten mittleren Punkt des Schädels saß vor langer Zeit, als wir vielleicht so etwas wie fast blinde Lurche waren, ein Organ, das die einzige Funktion hatte, Licht zu empfangen und als elektrische Impulse ins Gehirn zu senden. Aus diesem Organ haben sich dann im Verlauf der Evolution Augen entwickelt und damit entstand die sichtbare Welt. Wer an Lichtmangel leidet, wird depressiv, das wusste schon dieser Lurch. Ohne lichtgenerierte Grundstimmung des Gemüts sind auch Glücksmomente unmöglich. Glück ist zwecklos, Glücksgefühle ergreifen einen immer ohne Nutzen. Eine Million Euro machen Freude, vielleicht sogar Riesenfreude, aber glücklich machen sie nicht. Wie denn auch, denn Glück ist grundlos, Glück stößt zu und ist plötzlich da und lässt sich nicht auf Dauer stellen. Wenn mir zum Beispiel die Existenz eines bestimmten Menschen spontan umfassend spürbar wird, kann mich dies glücklich machen. Oder ich bemerke plötzlich die Schönheit des blauen Himmel! Was hat das aber mit Kunst zu tun, ungeachtet dessen, ob sie selber leuchtet oder sich melancholisch verdunkelt? Ich denke, dass sich Kunst immer der diesseitigen Glückserfahrung des Menschen verdankt. Aus diesem Grund sollte sie sich auch davor hüten, kritiklos und verträumt zu sein, denn die Möglichkeit dieser Erfahrung ist fragil.

BIOGRAFIE
1967 Born in München
1993-1999Studied at the Hochschule für Bildende Künste in Hamburg
Lives in Hamburg
Solo shows:
2002 INNENWELTHYPOTHESE
Wilhelm Lehmbruck Museum, Duisburg
(Teil der Ausstellungsreihe „Schönhaus:Noteingang“)
2003 KOSMOPHRENETISCHES SEELENMATERIAL trottoir, Hamburg
2004 INNENWELTHYPOTHESE III ausstellungsraum25, Zürich, Schweiz
INNERE ENTROPIE Taubenstrasse, Hamburg
2005 NEURO COLOR
Kunstverein Harburger Bahnhof, Harburg
2006 MEIN HIRN WILL ES SO (K) Galerie in der Wassermühle, Trittau
ONTO-LOCHER
Sonderausstellung auf der ArtFair, Köln
2007 HARD EDGE HIPPIE BRAIN
White Trash Contemporary, Hamburg
2008 WUNSCHHIRN
A.C. Kupper_Modern, Zürich
2009 PLATINOID EXTRA
White Trash Contemporary, Hamburg
2011 NEUROSENGARTENREAKTOR Galerie Melike Bilir, Hamburg
Group shows:
2000 PROBLEM MALEREI Kunstverein Gütersloh
2001 BAUANLEITUNG
Kunstraum Walcheturm, Zürich, Schweiz
2002 SEEYOUATTHEPREMIEREFAIR Kongresszentrum an der Rauchstrasse, Berlin
2004 KUNSTLICHTKONGRESS
Kunstraum Walcheturm, Zürich, Schweiz
SAMMLUNG TAUBENSTRASSE Kunsthaus, Hamburg
2005 INDEX 05 Kunsthaus, Hamburg
2006 RATTUS NORVEGICUS (Sammlung Dahlmann)
Leopold Hoesch Museum, Düren
2007 BAROQUISSIMO
Fondation pour l‘art contemporain
Claudine et Jean-Marc Salomon Château d‘Arenthon, Alex, Frankreich
EURASIA ONE
Island6 Arts Center, Shanghai, China
KEINE ZEICHNUNG, KEIN ZEICHNER Kunstverein Rügen, Putbus
RADIKAL SUBJEKTIV
Arthur Boskamp-Stiftung M.1, Hohenlockstedt
2008 STIPENDIATEN 07
27. Arbeitsstipendium für bildende Kunst
der Stadt Hamburg Kunsthaus, Hamburg
DESSINS DE LA COLLECTION CLAUDINE ET JEAN-MARC SALOMON
Salon Du Dessin Contemporain, Paris
SCULPT-O-MANIA
Stadtgalerie Kiel und
Städtische Galerie Bietigheim-Bissingen
WIR NENNEN ES HAMBURG Kunstverein Hamburg
2009 OLIVER ROSS UND KERIM SEILER STELLEN AUS Message Salon downtown, Zürich
2010 COLLECTION 3
Fondation pour l‘art contemporain
Claudine et Jean-Marc Salomon Château d‘Arenthon, Alex, Frankreich
LES URBAINES
Festival des créations émergentes Lausanne, Schweiz
2011 B12
Verein B12 Hammerstrasse 43, Zürich, Schweiz
FUZZY DARK SPOT
Raum für Zweckfreiheit, Berlin
2012 DEFILE
Galerie Melike Bilir, Hamburg
FRIENDS AND LOVERS IN JESTERBURG Künstlerbuchbibliothek, Kunsthaus Jesteburg
2012 2013

Projects:
2010 2011
Permanent:
Since 2004
Grants:
ALL MY CLEAN FRIENDS AND LOVERS Message Salon, Zürich
ZUVIEL / ZUWENIG? Kunstverein Ahaus, Ahaus
FOOL FOR APRIL
Villa Grunholzer, Uster, Schweiz
PROJECCION/PROJEKTION
Curator at 10. Velada de Santa Lucia Maracaibo, Venezuela
MONTBLANC YOUNG ARTIST WORLD PATRONAGE
WO IST MEIN GEHIRN?
Installation in „chemicalmoonbaby“, Villa Katrin Bechtler, Zürich
2005: Künstler zu Gast in Harburg
2007: Arbeitsstipendium der Stadt Hamburg
2008: Gaststipendium der Arbeitsgemeinschaft
Zürcher Bildhauer, Schlieren
2011/13: Hans-Günther-Baass-Atelierstipendium
Hamburg
2005: GRIFFELKUNST
6 offsets of a digitaler collage
2007: FONDATION CLAUDINE ET JEAN-MARC SALOMON
„Analyse Diplom“, offset of a digitaler collage

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This entry was posted on January 23, 2013 by in LICHT vom 26.04.2013 / 05.05.2013.
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